Einander Ergänzen

einander ergänzen – eigentlich der normalfall

Im Grunde ist weder „Gleichheit“ noch „Verschiedenheit“ zutreffend, um menschliche Beziehungen zu beschreiben. Das fiel schon den Forscher auf, die sich mit „Gleichheit“ und „Unterschiedlichkeit“ intensiv beschäftigt hatten. Sie nannten diesen dritten Weg „Kompatibilität“ – richtiger wäre „Ergänzung“.

Theorie und Praxis der Ergänzung

Diese These geht davon aus, dass wir alle persönliche Stärken und Schwächen haben. Um diese als Paar positiv zu nutzen, wäre es gut und richtig, wenn beide die Schwächen des jeweils anderen mit ihren Stärken ausgleichen könnten. Dazu müssen allerdings beide über persönliche Stärken verfügen, von denen sie „abgeben“ können, sonst entsteht eine Schieflage.

In Beziehungen, in denen das „Ergänzungsprinzip“ verwirklicht wird, muss wesentlich mehr kommuniziert und im positiven Sinne gestritten werden, um optimale Ergebnisse zu erreichen. Toleranz, Kommunikationsfähigkeit, Flexibilität und Problemlösungskompetenz sind wesentliche Fähigkeiten und Eigenschaften, die eine solche Beziehung zum Erfolg führen.

Die heutige Zeit, in der das Zusammenleben nicht mehr auf Traditionen, sondern auf Vereinbarungen basiert, wird dieser Form der Beziehung eine große Zukunft vorausgesagt.

Das Fazit zu “einander Ergänzen”

Es macht mehr Mühe, eine Beziehung auf der Basis des gegenseitigen Ergänzens zu führen. Aber es scheint zumindest so, als würden wir uns immer mehr darauf zubewegen, die Inhalte unserer Beziehungen ein Leben lang zu überprüfen und gegebenenfalls neu zu definieren. Dafür sind Beziehungen bestens geeignet, die sich nicht an ein starres Rollenverständnis halten.

Die Daumenregel zum Ergänzungsprinzip

Daumenregel: Einander zu ergänzen, ist mit Sicherheit aufwendiger als alle Formen des traditionellen Zusammenlebens. Allerdings lässt uns die Gesellschaft kaum eine Wahl: in einer Zeit, in der die „Normalität“ des Ehelebens nicht mehr gilt, müssen immer wieder Vereinbarungen getroffen werden. Die Partnerschaft per „Ergänzung“ beruht zwar auch auf manchen Persönlichkeitseigenschaften, lebt aber viel stärker von den sozialen Kompetenzen der Partner.

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