
Wenn ihr selbst älter als 60 Jahre seid, werdet ihr euch erinnern, dass es bei der Großmutter entweder muffelig oder nach einem intensiven Parfüm roch.
Insbesondere, wenn sie jahrzehntelang in der gleichen Wohnung blieb, nisteten sich die Düfte in die Wände, Tapeten, Polstermöbel und Teppiche ein.
Manche von euch wurden sicher auch dann und wann aufgefordert, der Großmutter einen „Süßen“ zu geben – also einen Kuss. Dabei kam man ihr besonders nahe – und ja nach persönlicher Empfindung wurde aus der ehemals „lieben Omi“ plötzlich eine sehr alte Frau mit Falten im Gesicht und eben diesem Geruch.
Ob eine Frau nun Oma war oder nicht – bis in die 1970er-Jahre hinein wurden Frauen ab 40 von jüngeren oder gleichaltrigen Männern gemieden.
Das lag einerseits daran, dass Frauen ab 40 damals als „unsichtbares Geschlecht“ (Buchtitel) wahrgenommen wurden. Sie hätten dies natürlich selbst ändern können, indem sie sich vorteilhafter und jugendlicher kleiden würden – aber die meisten nahmen dennoch die Rolle der geschlechtslosen grauen Mäuse an. Wenn eine Frau von 50 einen Partner suchte, schrieb sie oft vorsichtshalber, sei „kein Oma-Typ“ – wobei klar wurde, was ein Oma-Typ war; eine geschlechtslose, unerotische Frau.
Heute redet viele von MILFs, GILFs und Cougars – also Frauen zwischen 40 und 60, die selbstbewusst und attraktiv sind und durchaus eine erotische Ausstrahlung haben.
Das Sehpferd-Team hat schon früh beschrieben, was das „Age Gap“ für die Beziehung des jungen Mannes zu einer MILF, GILF oder Cougar bedeutet.
Inzwischen ist eines klar: Nicht jede Beziehung wird geschlossen, um „in Familie zu machen“. Manche beruhen lediglich auf Sympathie, andere auf die besondere erotische Ausstrahlung „wirklich reifer“ Frauen.
Und du? Was meinst du?